Johann Maras

Straßenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1892    † 1944

 

Herkunft, Beruf, Soldat im 1. Weltkrieg, SDAPÖ, Vertrauensmann

Johann Maras wurde am 8.11.1892 in Wien geboren. Er arbeitete als Buchbindergehilfe und Straßenbahner. Johann Maras war Soldat im 1.  Weltkrieg. Er schloss sich 1919 der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreich an. Er war bei den Wiener Verkehrsbetrieben Vertrauensmann am Betriebsbahnhof Favoriten.

Schutzhaft, Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe

1939 wurde über Johann Maras eine 5-wöchige Schutzhaft verhängt. Er war Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe am Betriebsbahnhof.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 29. 10. 1943 wurde Johann Maras verhaftet und am 25. 10. 1944 gemeinsam mit Viktor Nahodil, Ludwig Führer, Gottfried Kubasta (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 5.12.1944 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Da dem Führer von einer Ehefrau Sauer der Angeklagte Maras als eine Person bekannt gegeben worden war, die Verbindung zur KPÖ haben soll, wandte sich Führer an Maras, klärte ihn über seine Beziehung zu Kubasta auf und machte beide miteinander bekannt. (…) Die Frage, ob Maras Lit.-Material wolle, bejahte dieser und erhielt von Kubasta sogleich ein Päckchen mit kommunistischen Flugschriften.“

Gedenktafel, Denkmal

Sein Name steht auf der 1945 enthüllten Gedenktafel am Straßenbahn-Betriebsbahnhof Favoriten (Wien 10, Gudrunstraße 153); ebenso auf dem 1953 enthüllten Denkmal am Straßenbahn-Betriebsbahbnhof Erdberg (Wien 3, Erdbergstraße 202).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Weblinks und Quellen


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